Praxis Gleichgewicht

Psychotherapie – Coaching – Massage

Kategorie: Zitat des Monats Seite 1 von 3

Erfahrung

Bastian dachte viel in den darauffolgenden Tagen über all das nach, was der Bunte Tod ihm gesagt hatte. Doch manche Dinge kann man nicht durch Nachdenken ergründen, man muss sie erfahren. Und so kam es, dass er erst viel später, nachdem er vieles erlebt hatte, an Graógramáns Worte zurückdachte und sie zu verstehen begann.

Aus “Die unendliche Geschichte” von Michael Ende

Glück

Wenn man das Glück verfolgt wie einen Ganoven, wird es sich am Ende wie ein solcher verhalten, wird stets eine Stadt voraus sein, Namen und Haarfarbe wechseln, um einem zu entwischen, sich zur Hintertür des Motels hinausschleichen, während man gerade mit dem neuesten Suchbefehl durch die Lobby poltert, und – um einen zu foppen – nur eine glühende Zigarette im Aschenbecher zurücklassen. Irgendwann aber muss man damit aufhören, weil das Glück einfach nicht verweilt. Muss man sich eingestehen, dass man es nicht einholen kann. Nich einholen soll. Irgendwann muss man, … loslassen und stillsitzen und zulassen, dass Glück und Zufriedenheit zu einem kommen.

Aus “EAT PRAY LOVE” von Elizabeth Gilbert

Eat Pray Love

Lieber Gott,

bitte greif ein und hilf mir, diese Scheidung durchzuziehen. Mein Mann und ich sind schon an unserer Ehe gescheitert, und jetzt scheitern wir vielleicht auch an der Scheidung. Dieser unselige Prozess bereitet uns und allen, die uns nahe stehen, nur Kummer.

Mir ist klar, dass du mit Kriegen und Tragödien und viel schwereren Konflikten beschäftigt bist als dem Endlos-Disput eines gestörten Ehepaars. Aber ich bin einfach überzeugt, dass der Zustand des Planeten durch die Gesundheit jedes einzelnen Individuums beeinflusst wird. Solange auch nur zwei Seelen im Streit miteinander liegen, wird die ganze Welt davon vergiftet. Ähnlich steigert es das Allgemeinbefinden der gesamten Welt, wenn nur ein oder zwei Seelen von Zwietracht frei sind, so wie ein paar wenige gesunde Zellen in einem Organismus den Allgemeinzustand des ganzen Körpers verbessern.

Deshalb habe ich die ganz bescheidenen Bitte: Hilf uns, diesen Konflikt zu beenden, damit zwei Menschen die Chance haben, wieder frei und gesund zu werden, und dadurch ein bisschen weniger Feindseligkeit und Bitterkeit auf der Welt herrscht, die ohnehin schon von viel zu viel Leid geplagt wird.

Ich danke dir für deine freundliche Aufmerksamkeit.

Hochachtungsvoll

Elizabeth M. Gilbert

 

Aus dem Buch “EAT PRAY LOVE” von Elizabeth Gilbert

 

Die Geschichte von Mullahs Eseln

Lange Jahre überquerte Mullah Nasruddin immer wieder mit mehreren Eseln eine Grenze. Die Zollbeamten kannten ihn schon, und da die Esel des Mullahs schwer beladen waren und übervolle Satteltaschen mit sich trugen, waren die Zollbeamten überzeugt, der Mullah müsse ein Schmuggler sein.

Sie durchsuchten seine Ladung immer wieder von oben bis unten, sie machten Leibesvisitationen, durchsuchten die Taschen und Gewänder des Mullahs, und manchmal verbrannten sie einen Teil der Ladung oder tauchten sie ins Wasser ein, um auf diese Weise dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Mal fanden sie alte Töpfe und Krüge, verblichene Tücher oder verbeulte Hüte. Mal fanden sie Brennholz in den Satteltaschen des Mullahs, mal Farben und Gewürze, sogar zerfranste Teppiche oder zerbrochene Gewerke. Aber nie stießen sie auf etwas, das die Schmuggelware hätte sein können. Wenn sie Nasruddin fragten, warum er die Grenze immer wieder überquere, neigte dieser stets den Kopf zu Seite und sagte: “Nun, ich bin Schmuggler.”

Aber nie konnten die Zollbeamten Mullah Nasruddin etwas nachweisen. So mussten sie ihn immer wieder ziehen lassen. Dem Mullah schien es mit der Zeit immer besser zu gehen, stetig vermehrte er seinen Reichtum, und eines Tages setzte er sich zur Ruhe.

Viele Jahre später traf einer der Zollbeamten von damals den Mullah wieder. Er sprach ihn an: “Höre, Mullah Nasruddin, du bist wie ich längst im Ruhestand. Ebenso wie ich, weißt du, dass deine Taten heute verjährt wären, wenn es denn so gewesen sein sollte, dass du wirklich ein Schmuggler warst. Ich bin mir sicher, dass es so war. Verrate mir also, was es war, das du damals an uns vorbeigeschmuggelt hast.”

Der Mullah Nasruddin neigte seinen Kopf leicht zur Seite und sagte:

“Nun, es waren die Esel.”

Aus “Das innere zuhause – was Spiritualität heute bedeuten kann” von einem meiner Lehrer Samarona Buunk

 

Wiederholungszwang

“Die Überwindung des Wiederholungszwanges ist die schwerste Aufgabe für den Patienten und den Therapeuten, weil hier der Ort des größten unbewussten Widerstandes, der größen Beharrlichkeit des Patienten liegt.”

Aus: “Wer hat Angst vor Sigmund Freud?” von Sieglinde Eva Tömmel

Urlaub

U rlaub ist dann Urlaub, wenn ich eine

R eise im innen und außen mit dem

L iebsten in schöner Umgebung erlebe, viele

A ugenblicke sammeln kann ohne auf die

U hr zu schauen und genährt, berührt und inspiriert von

B egegnungen heim komme … und auch dort wieder gern sein mag.

@KunstFrau

Versagen in der Liebe

“Für das Versagen in der Liebe gibt es keinen Ausgleich.”

“Einen ‘Ausgleich’ kann nicht der schaffen, der die Liebe verletzt hat, sondern nur der, der in seiner Liebe verletzt wurde. … die Verletzung der Liebe, … wird nur ‘ausgeglichen’ und in ihren negativen Folgen getilgt durch Vergebung, also das Aufgeben meiner Ansprüche an den anderen.”

Aus “Trennungsschmerz und Neubeginn” von Hans Jellouschek

Handlungsfähigkeit

“Alles, was die Handlungsfähigkeit des Körpers steigert, verringert, einschränkt oder erweitert,

steigert, verringert, beschänkt oder erweitert auch die Handlungsfähigkeit des Geistes.

Und alles, was die Handlungsfähigkeit des Geistes steigert, verringert, beschränkt oder erweitert,

steigert, verringert, beschränkt oder erweitert auch die Handlungsfähigkeit des Körpers”

von Baruch Spinoza (1632-1677)

entdeckt im Buch “Trauma-Heilung, Das Erwachen des Tigers” von Peter A. Levine

Regressiv

“Ich hasse das Wort “regressiv”, es ist ein Wort, mit dem man mir bestimmte Wünsche und Bilder austreiben will, es ist ein hartes, scharfes, spöttisches und lebloses Wort, es ist eines von den Worten, die all jene gerne benutzen, die mir nicht  erlauben wollen, so zu sein, wie ich nun einmal bin, oder die sich nicht die geringste Mühe geben, zu verstehen, warum ich so bin, wie ich bin.”

Aus “Die Erfindung des Lebens” von Hanns-Josef Ortheil

1. Mai

Das Zitat des Monats muss noch reifen 😉

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